Thema / Referent

Datum / Ort

Anmeldung



„Frustration & Impulskontrolle"

mit Anja Fiedler

25./26.08. 2018

Hamburg


Warten und gar nicht erst ins Stöbern oder Verfolgen kippen; Stöbern, Verfolgen & Co. durch Stoppen oder Abrufen unterbrechen zu können, das ist das erklärte Ziel, wenn es um Kontrolle von Jagdverhalten geht. Doch was passiert auf dem Weg dorthin?

 Unerwünschtes Jagdverhalten muss gemanagt werden – der Hund kommt an die lange Leine. Als Sicherheitsaspekt für alle Beteiligten unbedingt notwendig, birgt die Schleppleine ein erhebliches Frustrationspotenzial. Der Vierläufer bewegt sich noch immer in derselben Umwelt, in der Auslöser von Jagdverhalten und deren Vorboten nicht plötzlich verschwinden. Puzzleteile aus der Jagdsequenz werden aktiviert, führen nicht ans Ziel, erwartete Belohnungen bleiben aus, Frust kommt auf!

Stress und ein gesteigertes Erregungsniveau sind die Folge – optimale Lernbedingungen sehen anders aus. Erwünschtes Verhalten sollte belohnt werden, doch was fängt der Hund mit einer Belohnung an, die er selbst nicht als lohnenswert empfindet – gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Frustration und Motivationskonflikte tragen nicht dazu bei, dass Gelerntes auch in „wilder“ Umwelt sicher gezeigt wird.

Erwünschtes Verhalten dort sicher zu zeigen, wo angeborene Auslöser eigentlich angeborenes Verhalten aktivieren wollen, ist anstrengend – es kostet Impulskontrolle! Ob das Markersignal erklingt, der Rückruf ertönt, eine Suchaufgabe ansteht, der Hund muss seine Aufmerksamkeit aus der Hundewelt abziehen und seinen Fokus in die Menschenwelt richten. Was von außen betrachtet einfach anmutet, verbraucht im Inneren wertvolle Ressourcen. Hintergründe und Rückschlüsse im Training mit jagdlich motivierten Hunden werden wir in Augenschein nehmen.

 

Datum: 25./26.08.

Kosten: 195,- € pro Teilnehmer mit Hund / 145,- € pro Teilnehmer ohne Hund


„Neue Wege im Umgang mit Leinenreaktivität"

mit Katrien Lismont

10./11.11. 2018

Hamburg


Es ist peinlich, es ist entnervend und es ist Gift für die Beziehung zu unserem Hund: lautes und heftiges Verhalten an der Leine. Egal ob dies vor der eigenen Haustür oder unterwegs auf den Feldern geschieht. Aber es ist kein Grund, nur noch bei Nacht und im Regen Gassi zu gehen.

In dem Vortrag werden die vielen Facetten der Leinenaggression oder –reaktivität beleuchtet. Warum sie auftritt, welche die Ursachen sein können, welche viele Gesichter sie hat und wie wir vor dem Training auch noch mit helfenden Maßnahmen eine gute Grundlage fürs Training schaffen. Darüber hinaus wird die BAT Methode detailliert erklärt.

An diesem Wochenende entdecken wir in vielen Praxiseinheiten stressfrei mehrere Möglichkeiten in Begegnungen unseren Hunden zu helfen: Die BAT Methode oder besser gesagt die BAT Philosophie von Grisha Stewart ist Grundlage. In deren Rahmen wird dem Hund Zeit und Raum gegeben, Selbstverständlich eine Verhaltensstrategie zu entwickeln. Wir üben jedoch auch zusätzlich einige nothelfende Maßnahmen, die uns und dem Hund unterstützen in brenzligen Situationen oder bei Nahbegegnungen souverän zu bleiben.

Entdecken Sie Ihren Hund neu, verstehen Sie, was er mit seinen leisen Signalen bereits zu sagen hat und werfen Sie alte Etiketten und vorgefasste Meinungen über Bord. So unspektakulär und ruhig die Methode ist, sie wirft ein neues Licht auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes in Sachen Begegnungen.  Sehr wahrscheinlich werden Sie seine wirkliche Motivation für sein Verhalten neu beleuchtet bekommen und besser verstehen.

Zeit und Raum und eine gehörige Portion Selbstwirksamkeit, unterstützt von feinfühligem Leinenhandling bringen eine ganz neue Qualität in das Zusammentreffen mit anderen Hunden.

 

Datum: 10./11.11.

Kosten: 195,- € pro Teilnehmer mit Hund / 145,- € pro Teilnehmer ohne Hund